KI treibt die Transformation – Österreichs Unternehmen haben noch Aufholbedarf

Neue Auswertung der Studie „Wie zukunftsfit ist Österreich?“ zeigt: KI ist einer der wichtigsten Transformationstreiber, doch der durchschnittliche KI-Reifegrad der österreichischen Wirtschaft liegt erst bei 2,6 von 5. Jetzt geht es darum, KI vom Pilotprojekt in die Breite zu bringen – und die Mitarbeitenden mitzunehmen.

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Zukunftsthema. Für Österreichs Unternehmen ist sie bereits heute einer der wichtigsten Treiber der Transformation. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Befragung von 253 österreichischen Unternehmen: Bei der Umsetzung besteht noch erheblicher Aufholbedarf. Der durchschnittliche KI-Reifegrad liegt bei lediglich 2,6 von 5 Punkten. Knapp die Hälfte der Unternehmen befindet sich noch bei Einzelinitiativen oder Pilotprojekten. Nur 2,8 % sehen sich bereits als „KI-zentrierte“ Unternehmen.

KI ist Transformationstreiber – aber noch nicht in der Breite angekommen

57 % der befragten Unternehmen nennen KI als einen der wichtigsten Transformationstreiber – damit liegt sie bereits an zweiter Stelle hinter Digitalisierung (61,6 %). Gleichzeitig zeigt sich ein deutlicher Reifegradunterschied: Während Großunternehmen mit einem durchschnittlichen KI-Reifegrad von 3,19 bereits deutlich weiter sind, liegen KMU bei 2,54.

Dabei wird KI von den Unternehmen vor allem als Chance gesehen: 71 % erwarten den größten Effekt in der Produktivität, gefolgt von Kostensenkung (47 %) und Innovation (36 %). Nur 25 % nennen Personalabbau als eines der wichtigsten Themen. Bei KMU zählt insbesondere auch der Wissenszuwachs zu den Top-3-Effekten.

„KI ist für die Unternehmen weniger Jobkiller als Produktivitäts- und Entwicklungschance. Das Problem ist: Viele wissen noch nicht, wie sie aus ersten Anwendungen eine echte Unternehmensstrategie machen“.

Nicht die Technologie ist das größte Hindernis

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die Frage, woran Transformation in Unternehmen tatsächlich scheitert. Die größten Hindernisse sind laut Befragung die fehlende Einbindung der Mitarbeitenden (38 %), fehlende Führung (35 %) und eine fehlende Umsetzungsstrategie (34 %). Fehlende Kompetenzen werden dagegen nur von 13,3 % als Hindernis genannt.

Damit zeigt die Studie: Die entscheidenden Herausforderungen der KI-Transformation liegen nicht allein in der Technologie. Sie liegen vor allem darin, Menschen mitzunehmen, Orientierung zu geben und aus der Technologie eine klare Strategie für das Unternehmen zu entwickeln.

Vom Pilotprojekt zur KI-Fitness

Die Ergebnisse zeigen damit eine klare nächste Aufgabe für Österreichs Unternehmen: KI muss vom Experiment zur strategischen Unternehmensentwicklung werden. Die Zeit für erste Pilotprojekte ist wichtig – sie darf aber nicht zum Dauerzustand werden.

Denn gleichzeitig steht die Wirtschaft unter erheblichem Veränderungsdruck: 66,9 % der Unternehmen erleben bereits eine starke Marktveränderung, 60 % erwarten deutliche und radikale Veränderungen ihrer Organisation. 45 % rechnen bis 2035 mit einer grundlegenden Veränderung ihres Geschäftsmodells. Gleichzeitig haben erst 38 % ein klares Bild davon, wie ihr Unternehmen im Jahr 2035 aussehen soll.

„Unternehmen brauchen jetzt drei Dinge: ein klares Zukunftsbild, eine konkrete KI-Strategie und die aktive Einbindung ihrer Mitarbeitenden. Wer diese drei Ebenen verbindet, kann KI zum echten Transformationstreiber machen. Wer wartet, bis alle Unsicherheiten beseitigt sind, wird hingegen von der Entwicklung überholt“.

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